Diabetologische Schwerpunktpraxis Dr. med. Binder & Kollegen

Fachärzte für Innere Medizin & Allgemeinmedizin   

Diabetes Mellitus gezielt behandlen

Orale antidiabetische Therapie (Tabletten)

  • Alpha-Glukosidasehemmer (Acarbose): Die Aufspaltung der Glucose wird gehemmt, es folgt eine verzögerte Aufnahme in den Körper
  • Biguanide (Metformin): Führt zur Reduktion der Insulinrestenz, die Glucoseproduktion der Leber wird ebenso gehemmt wie die Glucoseaufnahme im Darm
  • Glitazone (z.B. Pioglitazon): Führt zur Reduktion der Insunlinresistenz, fördert die Aufnahme der Glucose in die Zellen und reduziert die Freistzung von freien Fettsäuren
  • Glinide (z.B. Repaglinid): Wirkung auf die Betazelle des Pankreas mit nachfolgender Insulinsekretion, eine Hypoglycämie ist möglich (Nachfolger der Sulfonylharnstoffe)
  • Gliptine (z.B. Sitagliptin): Hemmung eines körpereigenen Enzyms, in der Folge erhöhter Insulinspiegel, verzögerte Magenentleerung; Wirkung nur bei erhöhter Blutglucose
  • SGLT-2 Inhibitoren (z.B. Empagliflozin): Wirkung auf die Niere mit Hemmung einer Rückaufnahme der ausgeschiedenen GlucoseSulfonylharnstoffe (z.B. Glimepirid): Wirkung auf die Betazelle des Pankreas mit nachfolgender Insulinsekretion, eine Hypoglycämie ist möglich

Weiterführende Informationen dazu


Parenterale antidiabetische Therapie (Spritzen)

  • Inkretine (GLP-1-Analoga, z.B. Dulagutid oder Liraglutid): Die Wirkung erstreckt sich auf mehreren Organe (u.a. Bauchspeicheldrüse, Gehirn, Magen/Darm, Muskeln) - die Insulinwirkung wird erhöht, die Magen-Darmpassage verzögert und das Hungerempfinden reduziert
  • Insuline (Basis- oder Bolus-Insuline): Bei einer unzureichenden Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse kommt Insulin zum Einsatz - die Insulingabe erfüllt eine körpereigene Aufgabe und ist daher kein minderwertiger Ersatz im Vergleich zu anderen Therapieformen


Kontinuierliche Therapie (Insulinpumpen)

Die Indikation für eine Insulinpumpe besteht dann, wenn durch die Insulingabe zum Essen und durch das Langzeitinsulin keine sinnvolle Einstellung möglich ist. Oft ist dies bei bei Menschen mit Diabetes Mellitus Typ 1 der Fall, aber auch bei Diabetes Mellitus Typ 2 oder in Einzelfällen bei Schwangerschaftdiabetes kann eine Pumpentherapie erforderlich werden.

In unserer Praxis finden unter anderem folgende Insulinpumpen Verwendung:

 

Vergleichende Übersicht über ausgewählte Insulinpumpen
Vergleich Insulinpumpen.pdf (73.2KB)
Vergleichende Übersicht über ausgewählte Insulinpumpen
Vergleich Insulinpumpen.pdf (73.2KB)